Testarbeiten
Die Messung der Untergrundparameter erhöht die Planungsgenauigkeit und senkt damit das Investitionsrisiko. So ist die Durchführung eines Temperatur-Logs und eines Thermal Response Tests oftmals schon bei Erdwärme-Anlagen > 30 kW sinnvoll. Im Ergebnis der Testarbeiten kann die Planung bis zur Ausschreibungsreife präzisiert werden.
Da geothermische Testarbeiten meist an fertig installierten Erdwärme-Sonden ausgeführt werden, sind entsprechende Pilotbohrungen notwendig. Diese stellen jedoch im Falle der anschließenden Realisierung des Projekts keine Mehrkosten dar, weil sie uneingeschränkt in das spätere Sondenfeld integriert werden können. Bei den Testarbeiten unterscheiden wir Tests zur Bestimmung von Untergrundparametern (Thermal Response Tests, Temperatur-Logs, Pumpversuche) sowie Tests zur Qualitätsprüfung und Bauabnahme von Erdwärmesonden (externe Druckprüfung).
Thermal Response Test
Beim TRT wird über einen festgelegten Zeitraum (meist 72 h) eine definierte Wärmemenge über die Erdwärmesonde auf das umgebende Gestein übertragen und die entsprechende „Antwort" (thermal response) gemessen.
T-Log - Temperaturprofil
Bei diesem teufendiskreten Temperaturprofil erhält man Angaben über die vorliegende Temperaturverteilung im Untergrund, welche von den oftmals verwendeten Literaturwerten deutlich abweichen kann. Auf dieser Basis können Aussagen über die weiteren Bohrtiefen für das spätere Sondenfeld getroffen werden.
Externe Druckprüfung
Bei der Druckprüfung in Anlehnung an die DIN EN 805 wird die fertig installierte Erdwärme-Sonde auf „Herz und Nieren" geprüft, um eine langjährige Funktionstüchtigkeit zu gewährleisten. Oftmals dient dieser Test als Abnahme der Arbeiten auf der Baustelle.
Pumpversuche
Leistungspumpversuche werden für offene Systeme am fertigen Entnahmebrunnen durchgeführt und dienen der Ermittlung der langfristig sicherzustellenden Wassermenge.









