
Eine Braunkohleregion im Wandel
625.000 Einwohner. 5,4 TWh Wärmebedarf. Und eine zentrale Frage: Wie gelingt einer Braunkohleregion der Weg in eine fossilfreie Wärmeversorgung?
Leipzig stellt sich dieser Aufgabe. Im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung arbeitet die Stadt daran, ihre Wärmeversorgung langfristig klimafreundlich und versorgungssicher auszurichten. Nach dem beschlossenen Ausstieg aus der Braunkohle gilt es, bis 2038 neue erneuerbare Wärmequellen zu erschließen und intelligent miteinander zu verbinden.
Leipzig zeigt: Oberflächennahe Geothermie ist nicht nur eine Option für kleinere Gebäude oder einzelne Quartiere, sondern kann auch in einer wachsenden Großstadt ein relevanter Baustein für eine klimafreundliche Wärmeversorgung sein und das wachsende, sich transformierende Fernwärmesystem sinnvoll ergänzen. Insbesondere dort, wo der Ausbau von Wärmenetzen nicht möglich oder nicht wirtschaftlich ist, kann sie einen wichtigen Beitrag zur Wärmeversorgung leisten.
Doch wo genau lässt sich dieses Potenzial nutzen und welchen Beitrag kann Erdwärme tatsächlich leisten?
Das haben die Leipziger Stadtwerke gemeinsam mit geoENERGIE Konzept GmbH untersucht. Die Potenzialanalyse schafft eine belastbare Grundlage für die nächsten Schritte der Kommunalen Wärmeplanung und zeigt, wie Geothermie in einer Großstadt konkret mitgedacht werden kann.